Ein kleines Märchen

Aktualisiert: Apr 15


Wenn dich der zweizahnige Wumbsler vorbei ziehen lässt,


gelangst du kurz darauf etwas benommen ans Wasser.


Nach einer kurzen Erholungspause machst du dich auf, den Ramspfad entlang zu spazieren.


Der Duft ist so betörend, dass du gar nicht bemerkst, wie du durch ein klitzekleines Loch kriechst, um deinen Weg fortzusetzen.


Munter geht es weiter, doch dann stößt du plötzlich auf menschliche Artefakte.


Was ist hier los? Dir wird schnell klar, es müssen die Riesentatzler gewesen sein!


Vielleicht hilft es, sich orangefarben anzumalen?


Während du sinnierend weiterwanderst, stehst du plötzlich vor dem Wald der tanzenden Bäume.


Aufgepasst, sie versuchen dich in ihren Bann zu ziehen!


Du hast dich dem Bann glücklich entzogen, kletterst wieder durch ein kleines Loch und endlich liegt der See vor dir.


Aber Obacht! Du drehst dich um und die spiegelnde Eiche steht vor dir!


Mittlerweile bist du auf alles gefasst, darum wunderst du dich auch nicht mehr über die lauernde Echse auf deinem Weg.


Dein Spaziergang führt dich noch am verdrehten Bootshaus vorbei,


bis du endlich zum Unterwasserbahnsteig gelangst.


Ganz kurz danach tauchst du bei der heiteren Tänzerin wieder auf,


die dir einen liebevollen Gruß sendet.


Du schlenderst weiter zum grimmigen Greif und huldigst ihm kurz.


Langsam machst du dich auf den Heimweg, passierst das Tor zum Pfad,


nimmst dich noch einmal vor den tanzenden Bäumen in Acht,


bedauerst die gestrandeten Seeungeheuer,


und hältst noch einen kleinen Plausch mit dem schielenden Kreuzdorn.


Nach diesem anstrengenden Spaziergang freust du dich, durch die freundlichen Buschwindröschen zu wandeln


und nimmst noch einen tiefen Zug Bärlauchduft mit nach Hause.


So ein schöner Spaziergang!

Wäre es gewesen. Doch jetzt ist es amtlich, es gilt weiter Ausgangsbeschränkung.

Vielleicht probiere ich es nächstes Jahr noch mal.